Schweiz: Gesundheitspolitik

So

08

Jul

2018

Gopfried Stutz: Wenn zwei sich streiten, ärgert sich der Dritte

Das Univesitätsspital Basel streitet mit Krankenversicherern über Tarife in der Zusatzversicherung.
Das Univesitätsspital Basel streitet mit Krankenversicherern über Tarife in der Zusatzversicherung.

Stellen Sie sich vor, Sie zahlen jahrzehntelang die nicht gerade günstige Prämie für eine Spitalkostenzusatzversicherung halbprivat oder privat. Dann müssen Sie ins Spital und wissen nicht, ob die Krankenkasse Ihren Spitalaufenthalt bezahlt. Dies aus dem irritierenden Grund, dass sich die Krankenkasse und das Spital nicht auf einen Tarifvertrag einigen können.

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Fr

12

Mai

2017

Politik will Ärzte in die Pflicht nehmen

Politiker verlangen Qualitätsmessungen im Gesundheitswesen. Gewisse Akteure, insbesondere Ärzte, haben sich bisher schlicht geweigert, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.

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Sa

25

Mär

2017

Wieso die Walliser fremdgehen

Weshalb lassen sich mehr und mehr Patienten aus dem Wallis in einem ausserkantonalen Spital behandeln? Das Resultat einer Studie: Weil das der Hausarzt empfiehlt. 

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Fr

17

Mär

2017

Widerstand gegen ambulante Operationen

Der medizinische Fortschritt macht es möglich: Immer mehr Operationen lassen sich heute ambulant durchführen, wo man früher nach dem Eingriff noch mehrere Tage in einem Spitalbett verbringen musste. Interessant, dass die Krankenkassen dafür noch keine Produkte entwickelten – fast keine.
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Di

28

Feb

2017

Kantone wollen bei Behandlungen mitreden

Kniearthroskopien sollen in den Kantonen Zürich und Luzern nur nach ambulant durchgeführt werden dürfen.
Kniearthroskopien sollen in den Kantonen Zürich und Luzern nur nach ambulant durchgeführt werden dürfen.

Bei stationären Spitalaufenthalten zahlt der Kanton einen Teil der Kosten; bei ambulanten Eingriffen zahlt hingegen die Krankenkasse alles. Das gibt Fehlanreize. Nun geht das langjährige Ringen um eine einheitliche Finanzierung in eine neue Runde.

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Do

16

Feb

2017

Spital Davos: «Ewig kann das so nicht weiter gehen»

Hans-Peter Wyss "Irgendeinmal muss die Gemeinde Davos einen Entscheid fällen, wie man mit dem Spital verfahren will, wie das Defizit gedeckt werden soll".
Hans-Peter Wyss "Irgendeinmal muss die Gemeinde Davos einen Entscheid fällen, wie man mit dem Spital verfahren will, wie das Defizit gedeckt werden soll".

Der Direktor des Spitals Davos nimmt Stellung zur Studie, wonach sein Haus das unrentabelste Spital der Schweiz sein soll. Und er sagt: "Ohne Spital kein WEF". 

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Do

27

Okt

2016

Zum Apotheker statt zum Hausarzt

Apotheker erhalten mehr Kompetenzen. Sie können damit Hausärzte entlasten.
Apotheker erhalten mehr Kompetenzen. Sie können damit Hausärzte entlasten.

Der Bundesrat will Apothekern mehr Kompetenzen geben. Doch was er gestern dazu sagte, ist zum Teil bereits Realität. Swica lancierte vor einem Jahr ein Modell, bei dem der Apotheker – und nicht der Hausarzt – erste Anlaufstelle ist.

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Di

27

Sep

2016

Vierte Säule: Die Alten sind an allem schuld

Zumindest die Prämienexplosion bei den Krankenkassen kann man den Alten nicht in die Schuhe schieben.
Zumindest die Prämienexplosion bei den Krankenkassen kann man den Alten nicht in die Schuhe schieben.

Die Alten sind an allem schuld. Sie leben im Schnitt länger, deshalb muss die AHV saniert werden und deshalb sind die Renten der zweiten Säule nicht mehr finanziert. Und Selbstverständlich sind die Alten auch mitschuldig, dass die Kranken-kassenprämien beharrlich steigen.

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Mo

24

Aug

2015

Alain Berset torpediert den Anreiz zum Sparen

Am Tag, als die ständerätliche Sozialkommission den viel beachteten Vorschlag für die Altersvorsorge 2020 vorstellte, verkündete das Departement von Sozialminister Alain Berset ein neues Prämiensystem für die Krankenkassen. Das war ein gutes Timing. Die elektronischen Medien konzentrierten sich auf den überraschenden Kompromiss der Ständeratskommission. Die einschneidenden Massnahmen bei den Krankenkassenprämien fanden deshalb nur wenig Beachtung.

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Di

18

Aug

2015

Sozialminister Berset präsentiert neues (sozialeres) Prämiensystem

Gesunde Versicherte wählen hohe Franchisen und profitieren damit von einem Prämienrabatt. Nun will Bundesrat Alain Berset diesen Rabatt einschränken.

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Di

30

Sep

2014

Vierte Säule: Zum Pilotprojekt Einheitskasse in der Romandie

Der Röstigraben
Der Röstigraben

Der Röstigraben macht mir Sorgen: Wenn sich bei jeder zweiten wichtigen Abstimmung eine Kluft zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz auftut, so ist das für den Zusammenhalt problematischer, als wenn die Thurgauer und die Nidwaldner das Frühfranzösisch abschaffen. 

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Di

09

Sep

2014

Vierte Säule: Zur Einheitskasse wird viel behauptet und nichts bewiesen

Vor Urnenabstimmungen ist Gegnern und Befürwortern  fast jedes Mittel recht, um die Stimmbürger von ihrer Sache zu überzeugen. Beim Abstimmungskampf um die Einheitskasse tun sie dies vorab  mit Behauptungen, die sich weder belegen noch widerlegen lassen.

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Di

26

Aug

2014

Vierte Säule: Nicht über die Einheitskasse, sondern über das wirkliche Problem

Am 28.September dürfen wir uns entscheiden, ob wir für die obligatorische Grundversicherung eine Vielzahl von Kassen oder nur noch eine Einheitskasse haben möchten. 

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Di

12

Aug

2014

«Viele Leute wären bei einer Einheitskasse verunsichert»

Stephan M. Wirz: «Der Versicherungsschutz ist bei Spitalkostenzusatzversicherungen halbprivat oder privat besser als bei der Grundversicherung.»
Stephan M. Wirz: «Der Versicherungsschutz ist bei Spitalkostenzusatzversicherungen halbprivat oder privat besser als bei der Grundversicherung.»

Allein wegen des Zimmerkomforts benötigt man keine Spitalversicherung, meint Stephan M. Wirz vom Maklerzentrum. Und: Bei einer Einheitskasse würde die Nachfrage nach Zusatzversicherungen steigen.


Herr Wirz, falls sich das Schweizervolk für eine Einheitskasse entscheidet, kann das Maklerzentrum dichtmachen. Einverstanden?

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Mi

30

Jul

2014

«Wir haben bei den Ärzten einen Röstigraben»

Die Ärzteschaft ist sich nicht einig, ob sie für eine öffentliche Einheitskrankenkasse einstehen soll oder nicht. Gestern meldete sich die Fraktion der Befürworter zu Wort.

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Di

06

Mai

2014

Vierte Säule: Was wir von Semmelweis lernen können

Letzte Woche gab der Bundesrat bekannt, dass die Leistungen der anthroposophischen Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin, der Homöopathie und der Phytotherapie  von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen werden sollen.

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Fr

27

Sep

2013

Standpunkt: Der grösste Kostentreiber ist der Stimmbürger

Der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard sagte gestern, die Krankenkassen hätten die Prämien um mehr als 2,2 Prozent erhöht, wenn nicht die Abstimmung über eine Einheitskasse  vor der Tür stünde. Der SP-Regierungsrat unterstellt somit den Krankenversicherern, mit der Prämienfestsetzung Bundespolitik zu betreiben.

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Di

24

Sep

2013

Vierte Säule: Über die freie Arztwahl in der ambulanten Medizin

Helsana hat unter dem Namen Primeo eine Krankenzusatzversicherung auf den Markt gebracht, die die freie Arztwahl im ambulanten Bereich garantiert. Wir haben Primeo vor einer Woche auf dieser Seite vorgestellt. Das gab ziemlich zu reden.  «Die freie Arztwahl ist doch in der ambulanten Medizin sowieso garantiert»,  musste ich mir verschiedentlich sagen lassen.

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Di

17

Sep

2013

Vierte Säule: Allein wegen der Makler für die Einheitskasse?

Auf Twitter Folgendes gelesen: «Etwas höhere oder tiefere Prämien, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, die Telefonbelästigung hört endlich auf.» Mit diesem Eintrag holte sich der Twitterer einige Sympathien, wie ich aufgrund der Reaktionen feststellen konnte.

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Di

04

Jun

2013

Warum der Wettbewerb in der Grundversicherung nicht spielt

Der Risikoausgleich zwischen den Kassen sollte dafür sorgen, dass die Krankenversicherer für gleiche Leistungen ähnlich hohe Prämien verlangen. Ein frommer Wunsch: Die Prämienunterschiede sind enorm.

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Di

30

Apr

2013

Vierte Säule: Zur Verständlichkeit von Arztrechnungen

Gemäss Krankenversicherungsgesetz müsste jeder Patient für Arztbesuche eine Rechnung oder zumindest eine Kopie davon erhalten. Dies mit dem hehren Ziel, dass der Patient die Rechnung überprüft.

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Di

16

Apr

2013

Vierte Säule: Wer die Planwirtschaft bekämpfen will, kommt zu spät

Einheitskrankenkasse? «Nein danke», sagen die Gegner dieses Ansinnens: «Wir wollen keine Planwirtschaft. Wir wollen Wettbewerb.» Hallo? Hat hier jemand etwas von Wettbewerb gesagt?

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Mi

17

Okt

2012

Die teuersten Patienten kosten über 2 Millionen

Die Krankenkassen zahlen in der Grundversicherung Leistungen im Umfang von rund 26 Milliarden Franken pro Jahr. 21 Prozent dieser Kosten entfallen auf 1 Prozent der Versicherten. Und nur 5 Prozent der Versicherten verursachen über die Hälfte der von den Krankenkassen vergüteten Leistungen.

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Do

11

Okt

2012

Berset plädiert für eine zaghafte Trennung von Grund- und Zusatzversicherung

Sozialer Sozialminister Alain Berset.
Sozialer Sozialminister Alain Berset.

Grandios gescheitert ist eine Initiative der Genfer Ärzte: Sie wollten eine komplette Trennung der obligatorischen Grund- und freiwilligen Zusatzversicherungen erwirken. Das Volksbegehren wurde jedoch derart schlecht aufgegleist, dass die Initianten nicht mal die Hälfte der geforderten Unterschriften zu sammeln vermochten. Kaum jemand wusste von dieser Initiative, was nicht heissen will, dass die dahinter steckende Idee eine schlechte ist.

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Do

24

Mai

2012

Managed Care: Was im Abstimmungskampf ausgeblendet wird

Was ist eigentlich mit dem Risikoausgleich, über den am 17. Juni ebenfalls abzustimmen ist? Bei der Managed-Care-Vorlage geht es um mehr als um die freie Arztwahl.

 

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Di

22

Mai

2012

Vierte Säule: Warum Jacqueline Fehr Managed Care bekämpft

SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr
SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr

Man stelle sich vor, die Managed-Care-Vorlage würde am 17. Juni entgegen allen Prognosen vom Schweizervolk doch noch angenommen. Und nehmen wir an, es würde danach alles besser: Die Netzwerke mit Budgetverantwortung würden dann bessere medizinische Leistungen zu einem tieferen Preis anbieten. Insgesamt könnte man eine Milliarde Franken einsparen, wie das Innenminister Alain Berset in der «Arena» des Schweizer Fernsehens vorrechnete.

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Di

01

Mai

2012

Vierte Säule: Mit Managed Care wird die freie Arztwahl nicht abgeschafft

Jacques de Haller
Jacques de Haller

Jacques de Haller, der Präsident der Ärztevereinigung FMH, findet es falsch, die Patienten in integrierte Versorgungsnetze zwingen zu wollen. Deshalb bekämpft er die Managed-Care-Vorlage, über welche das Schweizervolk am 17. Juni abstimmen wird.

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Di

31

Jan

2012

Die Ärzte-Initiative, die keiner kennt

Eine personelle und juristische Trennung zwischen Grund- und Zusatzversicherung – das wollen Ärzte mit einer Initiative erwirken. Das Problem: Kaum jemand kennt die Initiative. Und die Sammelfrist läuft bald ab.

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Di

15

Nov

2011

Vierte Säule: Zum Prämienrechner von Comparis

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat unter www.priminfo.ch seinen Prämienrechner verbessert. Man kann damit Prämien vergleichen, Kündigungsschreiben herunterladen und auf Wunsch via Homepage der Krankenversicherer Offerten einholen. 

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Sa

05

Nov

2011

Die Krankenkassen schwächen sich selber

Linke Kreise sammeln mit ziemlichem Erfolg Unterschriften für eine Einheitskrankenkasse. Sie erhalten dabei willkommene, wenn auch unbeabsichtigte Unterstützung von den Krankenkassen.

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Di

04

Okt

2011

Vierte Säule: Zu Managed-Care und den Krankenkassenprämien

FDP-Sozialminister Didier Burkhalter
FDP-Sozialminister Didier Burkhalter

Um lediglich 2,2 Prozent werden die Krankenkassenprämien 2012 im schweizerischen Mittel ansteigen. Gemessen an der geschätzten Teuerung von 0,3 Prozent ist das viel; gemessen an den Prämiensteigerungen der vergangenen Jahre ist das wenig.

 

Wird sich der Prämienanstieg auf diesem Niveau konsolidieren? Bundesrat Didier Burkhalter hat eine klare Antwort darauf: «Ja, aber nur wenn sich die angestrebten Reformen im Gesundheitswesen realisieren lassen.» Ohne Reform werden die Prämiensteigerungen in Zukunft wieder höher ausfallen.

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Fr

30

Sep

2011

Kügeli und Co. werden die Prämien nicht verteuern

Ab 2012 können fünf alternative Heilmethoden über die Grundversicherung abgerechnet werden. Auf die Prämie hat dies laut Bundesrat Didier Burkhalter kaum einen Einfluss.

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Fr

09

Sep

2011

Versicherte wollen am falschen Ort sparen

Eine grosse Mehrheit der Schweizer ortet bei den Krankenkassen ein grosses Sparpotenzial. Auch deshalb, weil die Verwaltungskosten zu hoch eingeschätzt werden.

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Di

26

Jul

2011

Vierte Säule: Das leidige Kapitel der Taggeldversicherungen

Die Krankenkassen sind verpflichtet, Taggeldversicherungen anzubieten. So will es das Krankenversicherungsgesetz (KVG). Diese Vorschrift ist nötig. Nicht jeder Arbeitgeber hat eine kollektive Taggeldversicherung. Zudem müssten auch Selbstständigerwerbende die Möglichkeit haben, für eine längere Krankheit vorzusorgen.

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Di

01

Feb

2011

Das falsche Argument für eine Einheitskrankenkasse

Am 11. März 2007 ist die Abstimmungsvorlage über eine Einheitskrankenkasse vom Schweizer Stimmvolk hochkant verworfen worden. Trotz des vernichtenden Urteils von 71 Prozent Nein-Stimmen war schon damals klar, dass die politische Linke einen erneuten Versuch starten würde, sobald die Zeit reif zu sein schiene.

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Mo

31

Jan

2011

Besser als eine Einheitskrankenkasse

Warum nicht Grundversicherung und Zusatzversicherung juristisch und personell entflechten? Das wäre womöglich ein Ansatz, um eine Einheitskasse nach sozialdemokratischem Muster zu verhindern.» Das schrieb diese Zeitung am 14. September 2010. Und das hat sich offensichtlich auch die Ärztegesellschaft des Kantons Genf gesagt, als sie eine entsprechende Initiative lancierte.

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Do

13

Jan

2011

Komplementärmedizin: Die Verfassung steht über dem Gesetz

Es geht also doch. Zuerst hat es danach ausgesehen, als wolle der Bundesrat den Verfassungsauftrag zur Berücksichtigung der Komplementärmedizin nicht oder nur halbherzig umsetzen. Eine Expertenkommission erteilte ihm den Ratschlag, die fünf zur Diskussion stehenden komplementärmedizinischen Methoden nicht in die Grundversicherung aufzunehmen. Sie könnten den Nachweis der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht erbringen.

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Fr

10

Dez

2010

"Der Verfassungsartikel ist nicht klar"

«Ich würde den Ärzten eine grössere Therapiefreiheit einräumen", sagt Markus Moser.
«Ich würde den Ärzten eine grössere Therapiefreiheit einräumen", sagt Markus Moser.

Komplementärmedizinische Methoden gehörten gemäss Experten nicht in die Grundversicherung. Markus Moser, der Vater des Krankenversicherungsgesetzes, ist anderer Meinung.

 

Herr Moser, gehört die Komplementärmedizin in die Grundversicherung oder nicht?

Markus Moser: Die fünf Methoden der Anthroposophischen Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und Traditionellen Chinesischen Medizin vermögen nach Auffassung der Leistungskommission den Erfordernissen der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit, den WZW-Kriterien, nicht zu genügen.

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Sa

27

Nov

2010

Ökonom Oggier will Gesundheits- statt Kostenziele

Willy Oggier
Willy Oggier

Ärzte, Spitäler, Medikamentenhersteller und Patientenorganisationen wehren sich gegen die einseitige Fokussierung auf die Kosten in der Gesundheitspolitik.

 

Qualität vor Kosten. Gesundheitsziele statt Kostenziele. Dies ist auf einen kurzen Nenner gebracht die Forderung von Allianz Q, einer von Gesundheitsökonom Willy Oggier koordinierten Arbeitsgruppe von Akteuren im Gesundheitswesen. Mit dabei sind Vertreter von Leistungserbringern wie Ärzten, Spitälern, Medikamentenherstellern und Patientenorganisationen. Nicht überraschend ist, dass die Krankenkassen in dieser Gruppe nicht vertreten sind. Bei ihnen stehen die Kosten im Vordergrund.

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Fr

12

Nov

2010

Die sieben Todsünden im schweizerischen Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen in der Schweiz strotzt von Fehlentwicklungen, falschen Anreizen und Absurditäten. Für folgende sieben Todsünden sollten die Verantwortlichen zur Beichte gehen.

 

Würden ein Gesundheitsökonom, ein Arzt, ein Spitaldirektor und ein Krankenkassenmanager unabhängig voneinander im Elfenbeinturm ein Gesundheitssystem nach ihrem Gusto entwerfen, so kämen vier total verschiedene Konzepte zum Vorschein. Doch jedes dieser Systeme wäre wohl besser als das heute gültige.

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Mi

29

Sep

2010

Das letzte Loch im sozialen Netz

Das letzte Loch im sozialen Netz.
Das letzte Loch im sozialen Netz.

Politiker von links bis rechts haben keine Freude, wie die Krankenkassen die Leistungen bei Taggeldversicherungen beschränken. Nun setzt sich CVP-Nationalrätin Ruth Humbel mit einer Motion für ein Obligatorium ein.

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Di

14

Sep

2010

Vierte Säule: Wem gehören die Krankenkassen?

Markus Moser ist so etwas wie der Vater des Krankenversicherungsgesetzes (KVG). Als das Gesetz 1996 in Kraft trat, leitete er die Hauptabteilung Kranken- und Unfallversicherung unter SP-Bundesrätin Ruth Dreifuss.

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Di

07

Sep

2010

Vierte Säule: Vom Wissen und Unwissen über Krankenkassen

Schon die ehemalige SP-Bundesrätin Ruth Dreifuss erklärte ohne Unterlass, dass die Leistungen in der obligatorischen Grundversicherung von Kasse zu Kasse identisch sind. Schon sie empfahl in den neunziger Jahren, als Sparmassnahme eine günstige Krankenkasse auszusuchen.

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Sa

01

Mai

2010

Billigkassen vor dem Ende

Haben diese Kassen bald ausgedient? Ein Verlust wäre es nicht.
Haben diese Kassen bald ausgedient? Ein Verlust wäre es nicht.

Der Krankenkassenverband will keine Billigkassen mehr. Um diese zu bekämpfen, macht er sich für einen verbesserten Risikoausgleich stark. Just jenen Ausgleich, den der Verband bisher erfolgreich bekämpfte.

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Sa

28

Nov

2009

Schweinegrippe: Das gibt uns zu denken

Ein grosser Teil des medizinischen Pflegepersonals verweigert sich der Schweinegrippeimpfung. Ärzte und Pflegepersonal nehmen damit das Risiko in Kauf, Patientinnen und Patienten anzustecken. Sie tun dies offensichtlich in der Überzeugung, dass die Impfung gegen das H1N1-Virus nicht über alle Zweifel erhaben ist.

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Do

19

Nov

2009

"Wir Ärzte hängen in der Luft"

Albert Weil
Albert Weil

«Wir Ärzte sind nicht richtig informiert worden. Wir hängen völlig in der Luft», kritisiert der langjährige Kinderarzt Albert Weil aus Bern. In seiner Praxis gehen wegen der Schweinegrippe tagtäglich mindestens 50 Telefonate ein – Tendenz steigend.

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Fr

30

Okt

2009

So könnte die Medikantenabgabe durch Ärzte eingeschränkt werden

Jürg Schlup, Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Bern.
Jürg Schlup, Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Bern.

Wie soll die Medikamentenabgabe durch Ärzte geregelt werden? Der in dieser Zeitung publizierte Vorschlag von Jürg Schlup und Peter Fischer findet Gefallen von rechts bis links. Und doch könnte er an Details scheitern.

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Do

22

Okt

2009

Kommentar: Das heisse Eisen der Selbstdispensation

Man erinnert sich: Bei der Debatte zum Krankenversicherungsgesetz (KVG) war die Medikamentenabgabe durch Ärzte der letzte strittige Punkt. Um die Ärzte nicht zu verärgern und damit die Vorlage nicht zu gefährden, sah Bundesrätin Ruth Dreifuss davon ab, die Medikamentenabgabe einzuschränken. Das zeigt: Die Selbstdispensation ist ein heisses Eisen.

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Di

20

Okt

2009

Vierte Säule: Zur Einschränkung der Franchise

Pascal Couchepin will Freiheiten einschränken.
Pascal Couchepin will Freiheiten einschränken.

Die 87 Krankenkassen in der Schweiz rechtfertigen ihre Daseinsberechtigung mit dem Argument des Wettbewerbs. Nur Wettbewerb sorge für effizientes Schaffen. Und sie setzen alles daran, dass auch der Kunde seinen Beitrag zur Kostendämpfung leistet. Dies geschieht etwa mit der Wahlfreiheit von Franchisen: je höher die Franchise, desto tiefer die Prämie. Dafür geht der Versicherte mit hohen Franchisen das Risiko ein, bei unvorhergesehen hohen Krankheitskosten tiefer in den Sack zu langen als bei einer kleinen Franchise.

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Mi

23

Sep

2009

Ambulant und trotzdem teuer

Hierlang gehts zu den grössten Kostentreibern im Gesundheistwesen.
Hierlang gehts zu den grössten Kostentreibern im Gesundheistwesen.

Die ambulanten Spitalkosten sind und bleiben die grössten Kostentreiber im schweizerischen Gesundheitswesen. Der Grund liegt unter anderem in der Finanzierung und den damit einhergehenden falschen Anreizen.

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Fr

19

Jun

2009

800 Millionen Franken zu teuer

Preisüberwacher Stefan Meierhans
Preisüberwacher Stefan Meierhans

Der Preisüberwacher erneuert seine Vorschläge zur Senkung der Medikamentenpreise. Vorschläge, die schon seit drei Jahren auf dem Tisch liegen und der Bundesrat via Verordnung hätte einführen können – wenn er nur wollte.

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Di

26

Mai

2009

Herr Kurt, wann gehen die Psychiater auf die Strasse demonstrieren?

Hans Kurt: «Fast jeder Patient, der mir zugeschrieben wird, schluckt bereits Psychopharmaka.»
Hans Kurt: «Fast jeder Patient, der mir zugeschrieben wird, schluckt bereits Psychopharmaka.»

«Die Psychiater sind unterbezahlt», sagt Verbandspräsident Hans Kurt. Somit möchten nicht nur die Hausärzte den Ärztetarif Tarmed anpassen. Wobei die psychiatrischen Dienste laut Hans Kurt so oder so teurer werden dürften.

 

Herr Kurt, wann machen es die Psychiater wie die Hausärzte und gehen auf die Strasse demonstrieren?

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Sa

23

Mai

2009

Verstärkter Druck auf Couchepin

Politiker von links bis rechts stören sich an den Billigkassen in der obligatorischen Grundversicherung. Bisher ohne Erfolg. Nun fordern Politiker konkrete Sofortmassnahmen zur Beschränkung der Verwaltungskosten.

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Do

14

Mai

2009

Chirurgen: «Jetzt handeln wir»

Jetzt schalten sich auch die Chirurgen in die gesundheitspolitische Debatte ein und stellen die eigene Qualitätssicherung vor.

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Mi

22

Apr

2009

Stanpunkt zur Blockade im Gesundheitswesen

Würde man einen Arzt, einen Spitaldirektor, einen Kassenvertreter, einen Gesundheitsdirektor und einen Gesundheitsökonomen separat in einen Elfenbeinturm schicken mit dem Auftrag, auf dem Reissbrett ein Gesundheitssystem zu entwerfen – jeder einzelne Entwurf wäre wohl besser als das bestehende Gesundheitswesen.

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Di

21

Apr

2009

Vierte Säule: Unfall oder Krankheit? - das ist die Frage

Wer verunfallt, hat Glück im Unglück. Noch schlechter wäre eine Krankheit. Dies zumindest aus versicherungstechnischen Überlegungen, denn das Unfallversicherungsgesetz (UVG) gewährt weit grosszügigere Leistungen als das Krankenversicherungsgesetz (KVG).

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Mo

20

Apr

2009

Neuer Hausärzte-Verband soll es richten

Marc Müller, Hausarzt in Grindelwald
Marc Müller, Hausarzt in Grindelwald

Statt nur zu reagieren, wollen die Hausärzte vermehrt politisch agieren und an konstruktiven Lösungen mitwirken. Zu diesem Zweck soll im September in Basel ein Berufsverband für Hausärzte gegründet werden.

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Do

19

Mär

2009

Noch profitiert der Kanton Bern

Im Kanton Bern müssten auf Grund der Kostenstruktur höhere Krankenkassenprämien bezahlt werden. Er ist damit Nutzniesser von Quersubventionierungen. Der Ständerat will solche Verzerrungen abschaffen.

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Fr

06

Mär

2009

Ärzte und Krankenkassen im Clinch

Die Ärztevereinigung FMH wirft dem Krankenkassenverband Santésuisse vor, seine Überprüfungen der Arztkosten seien untauglich. Rund 2,5 Millionen Franken müssen Ärzte wegen zu hoher Fakturierung jährlich zurückzahlen.

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Mo

16

Feb

2009

Markus Moser: "Die Krankenkassen müssten den Versicherten gehören"

Markus Moser: "Wir hatten die Vorstellung, die Krankenkassen würden den Wettbewerb über den Service führen".
Markus Moser: "Wir hatten die Vorstellung, die Krankenkassen würden den Wettbewerb über den Service führen".

«Wenn die Krankenkassen ihren Job machen würden, bräuchten wir keine Patientenorganisationen», sagt Markus Moser, der als Chefbeamter bei der Einführung des Krankenversicherungs-gesetzes massgeblich beteiligt war.

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Sa

07

Feb

2009

Couchepin steht im Regen

Gesundheitsminister Pascal Couchepin.
Gesundheitsminister Pascal Couchepin.

Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats stellte gestern dem Sozialminister Pascal Couchepin ein schlechtes Zeugnis aus. Bei der Komplementärmedizin hat er die Studienresultate missachtet.

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Fr

19

Dez

2008

Bankrotterklärung beim Ärztestopp

Der Ständerat hat gestern regelrecht kapituliert. Nicht in diesen Worten, aber sinngemäss sagte er: «Hört zu, wir sind nicht in der Lage, das Problem des Zulassungsstopps für Ärzte zu lösen. Der Nationalrat solls richten.»

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Fr

03

Okt

2008

Für ein Verbot von Billigkassen

Mit 18 zu 17 Stimmen hat sich der Ständerat dafür ausgesprochen, dass Krankenkassenkonzerne einheitliche Prämien anbieten müssen. Sollte auch der Nationalrat in diesem Sinne entscheiden, wäre das der Tod der Billigkassen.

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Mo

22

Sep

2008

"Keine Gewinne für Praxislabors"

"Wir haben ein System gesucht, bei dem der Arzt keinerlei Anreize hat, zu viele und somit unnötige Laboruntersuchungen vorzunehmen", sagt Peter Indra.
"Wir haben ein System gesucht, bei dem der Arzt keinerlei Anreize hat, zu viele und somit unnötige Laboruntersuchungen vorzunehmen", sagt Peter Indra.

Ärzte und Laborbesitzer laufen Sturm: Der Bund will die Preise senken, welche sie für ihre Labortests verlangen dürfen. So seien Labors nicht mehr rentabel, sagen sie. Peter Indra vom Bundesamt für Gesundheit kontert.

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Do

18

Sep

2008

Ein Ja für Komplementärmedizin

FDP-Ständerat Rolf Büttiker macht sich für Komplementärmedizin stark.
FDP-Ständerat Rolf Büttiker macht sich für Komplementärmedizin stark.

Fünf komplementärmedizinische Leistungen finden Eingang in die Grundversicherung, sofern der Souverän im kommenden Jahr Ja dazu sagt. Ein Ersatz für die freiwillige Zusatzversicherung ist dies trotzdem nicht.

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Do

04

Sep

2008

Ein Kampf an vielen Fronten

Die Apotheker möchten eine bessere Zusammenarbeit mit Ärzten. Daran haben Ärzte wenig Interesse. Sie wollen selber Medikamente verkaufen. Jetzt fordern die Apotheker eine Neubeurteilung der ärztlichen Selbstdispensation.

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Sa

23

Aug

2008

Erst der Hausarzt, dann der Spezialist

Bei jedem Leiden zuerst zum Hausarzt. Das schlägt Visana-Chef Peter Fischer als Alternative zum Ärztestopp vor. Am Dienstag wird die Gesundheitskommission des Ständerats über den Zulassungsstopp für Ärzte befinden.

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Mo

02

Jun

2008

Niemand ist wirklich unglücklich

Knapp 70 Prozent der Schweizer Stimmbürger wollen nichts wissen von einem Verfassungsartikel, der mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt. Das Verdikt sagt nichts dazu, wie es in der Gesundheitspolitik weitergehen soll.

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Sa

24

Mai

2008

Die Katze im Sack kommt vors Volk

Bei Gesetzesvorschlägen debattieren Befürworter und Gegner normalerweise über die Frage, welche Vor - und Nachteile der Verfassungsartikel bringt. Anders beim Gesundheitsartikel. Hier streiten die Kontrahenten über die Frage, was der Artikel überhaupt besagt. Allein diese Tatsache müsste eigentlich genügen, den Vorschlag zu verwerfen. Das Parlament soll dem Volk gefälligst Verfassungsartikel vorlegen, die man auch versteht.

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Di

13

Mai

2008

Die Leistungssperre ist ein Flop

Laut Margrit Kessler schieben sich Kantone und Gemeinden gegenseitig den Schwarzen Peter zu.
Laut Margrit Kessler schieben sich Kantone und Gemeinden gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

Das Inkasso säumiger Prämienzahler kommt die Krankenkassen teuer zu stehen. Zur Eindämmung der Kosten wurde 2006 die Leistungssperre eingeführt. Das Resultat nach zweijähriger Erfahrung ist ernüchternd.

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Do

20

Sep

2007

Alternativmedizin: Abfuhr im Nationalrat

Zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» sagte der Nationalrat gestern Nein. BLICK erklärt, worum es geht.

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Do

14

Jun

2007

So werden die Medikamente endlich billiger

BERN – Der Ständerat gab sich gestern konsumentenfreundlich. Folgt der Nationalrat diesem Vorbild, werden die Medikamente doch noch billiger.

 

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Di

06

Feb

2007

Pro und Contra Einheitskrankenkasse

Pro

Raus aus der Sackgasse - rein in die Einheitskasse

Contra

Ein Moloch arbeitet nicht effizienter als 87 Kassen


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Claude Chatelain