Vierte Säule: 2014

Di

23

Dez

2014

Vierte Säule: Wie der Raiffeisenchef die Konkurrenz hereinlegte

Pierin Vincenz wurde von über 3000 «Cash»-Lesern zum besten Bank-CEO der Schweiz erkoren.
Pierin Vincenz wurde von über 3000 «Cash»-Lesern zum besten Bank-CEO der Schweiz erkoren.

Die Geschichte geht so: Die Banken, welche allenfalls US-Steuerrecht gebrochen haben, mussten bis Ende 2013 der Finanzmarktaufsicht (Finma) mitteilen, ob sie sich schuldig bekennen. Etliche Institute wie die Berner Kantonalbank, die Migros-Bank, Postfinance, die Valiant-Bank und viele mehr taten dies, obschon sie vermutlich gar nichts verbrochen haben. 

 

 

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Di

16

Dez

2014

Vierte Säule: Keine Michelin-Sterne für Spitäler

Es gibt Leute, die möchten für Spitäler ein Rating einführen. Kürzlich war das auch Thema an einem Kolloquium. Der Moderator fragte, ob für Spitäler eine Art Gault-Millau-Punkte oder Michelin-Sterne sinnvoll wären, so wie man das von den Restaurants kenne
Das Lindenhofspital in Bern.

Es gibt Leute, die möchten für Spitäler ein Rating einführen. Kürzlich war das auch Thema an einem Kolloquium. Der Moderator fragte, ob für Spitäler eine Art Gault-Millau-Punkte oder Michelin-Sterne sinnvoll wären, so wie man das von den Restaurants kenne. Dieser Vergleich hinkt.

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Di

09

Dez

2014

Vierte Säule: Vom Ökonomen auf einer einsamen Insel

Drei Wissenschaftler stranden nach einem Schiffbruch auf einer einsamen Insel ein Physiker, ein Chemiker und ein Ökonom. Das Einzige, was sie von ihrem Schiff retten konnten, ist eine Konservendose mit Bohnen.
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Di

02

Dez

2014

Vierte Säule: "Werde schwanger - und es wird gesorgt für dich"

Heute berät der Ständerat Neuerungen im Kinderunterhaltsrecht. Es soll dem gesellschaftlichen Wandel angepasst werden. Der unverheiratete Vater soll fortan nach der Trennung nicht nur das Kind, sondern auch die Mutter finanziell unterstützen. Damit würde er den verheirateten Vätern gleichgestellt. So hat es der Nationalrat in der Sommersession beschlossen.

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Di

25

Nov

2014

Vierte Säule: Rezept gegen den Schuldenberg? Bussen für die Banken

Westliche Staaten leiden unter einer enormen Schuldenlast. Nach Lehrbuch gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Schuldenberg abzutragen:

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Di

18

Nov

2014

Vierte Säule: Zur Goldinitiative äussern sich vor allem Juristen

Jurist Lukas Reimann gibt sich als Experte für Notenbankpolitik.
Jurist Lukas Reimann gibt sich als Experte für Notenbankpolitik.

Mindestens 20 Prozent der Nationalbankreserven sollen in Gold angelegt sein. Das verlangt das Volksbegehren, über das wir am 30. November abstimmen. Ist das sinnvoll? Das wäre eine Frage für Ökonomen. Doch in den Parlamentsdebatten ergriffen vor allem Juristen das Wort.

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Di

11

Nov

2014

Vierte Säule: Asche auf mein Haupt: Ich habe Steuern optimiert

Liebe Bernerinnen und Berner, ich will mich bei Ihnen aufrichtig entschuldigen. Asche auf mein Haupt. Mea culpa. Ich habe Steuern optimiert.

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Di

04

Nov

2014

Vierte Säule: Zum Unterschied von Marktmanipulation und Kursmanipulation

Tagesschausprecherin Kaja Stauber.
Tagesschausprecherin Kaja Stauber.

Tagesschau-Sprecherin Katja Stauber sagte letzten Mittwoch im Schweizer Fernsehen: «Marktmanipulationen - die Finanzmarktaufsicht Finma belegt den Ex-Chef der Bank Coop mit einem Berufsverbot». Und während sie das sagte, stand eingeblendet «Kursmanipulationen». Was jetzt? Marktmanipulationen oder Kursmanipulationen?

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Di

28

Okt

2014

Vierte Säule: Kafka in der bernischen Amtsstube

Franz Kafka
Franz Kafka

Frau C. wähnte sich wie Herr K. in Kafkas Roman «Der Prozess». Sie wollte nichts Geringeres als die ID ihres 16-jährigen Sohnes erneuern. Sie ersuchte via Internet um einen Termin und füllte den entsprechenden Fragebogen aus. Darin gab sie an, dass sie über das alleinige Sorgerecht verfüge.

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Di

21

Okt

2014

Vierte Säule: US-Bank gibt sich betont schweizerisch

Pinus cembra, auch Arve genannt.
Pinus cembra, auch Arve genannt.

Die Amerikaner machen uns das Leben schwer. Das spüren alle Schweizerinnen und Schweizer, die einen US-Pass oder eine Greencard besitzen und allein deshalb bei Schweizer Banken nicht mehr willkommen sind. Das gilt aber insbesondere auch für die Banken, die auf Geheiss der Amerikaner einen grossen Papierkrieg führen und sogar amerikanische Anwälte beschäftigen müssen, damit diese überprüfen, ob die Bank die Befehle von Uncle Sam ausführt. Jemand muss das bezahlen. Wer, wenn nicht der Kunde?

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Di

14

Okt

2014

Vierte Säule: Über die Goldinitiative und die Einbruchrate

Die Einbruchrate in der Schweiz wächst jährlich zweistellig. Die Fangquote der Verbrecher ist erbärmlich. Hat die Polizei ausnahmsweise einen Einbrecher geschnappt, so kann sich dieser auf eine milde Strafe freuen. Er wird deshalb nicht einsehen, weshalb er nicht weiter seinem Hobby des Einbrechens frönen soll.

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Di

07

Okt

2014

Vierte Säule: Wenn die Gewerkschaften wirre Studien verfassen

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat letzte Woche eine eigene Studie präsentiert und dabei laut eigenen Worten «Erstaunliches herausgefunden».

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Di

30

Sep

2014

Vierte Säule: Zum Pilotprojekt Einheitskasse in der Romandie

Der Röstigraben
Der Röstigraben

Der Röstigraben macht mir Sorgen: Wenn sich bei jeder zweiten wichtigen Abstimmung eine Kluft zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz auftut, so ist das für den Zusammenhalt problematischer, als wenn die Thurgauer und die Nidwaldner das Frühfranzösisch abschaffen. 

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Di

23

Sep

2014

Vierte Säule: Warum die Nachfrage nach Stockwerkeigentum abnehmen wird

Immobilienbesitz ist immer auch eine emotionale Angelegenheit.
Immobilienbesitz ist immer auch eine emotionale Angelegenheit.

Stockwerkeigentum boomt. An gewissen Lagen zahlt man horrende Preise, um vier Wände sein Eigen  nennen zu können. Wobei nur die Wände und die Ausstattung im Innern im Eigentum eines einzelnen Stockwerkeigentümers sind. Treppenhaus, Dach und insbesondere das Grundstück teilt er mit anderen. 

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Di

16

Sep

2014

Vierte Säule: Sind private Schulden ein Kündigungsgrund?

Sie hatte private Schulden von 90 000 Franken. Deshalb wurde die Putzfrau beim Bund freigestellt. Das hat mein Kollege Mischa Aebi am Donnerstag in dieser Zeitung geschildert.

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Di

09

Sep

2014

Vierte Säule: Zur Einheitskasse wird viel behauptet und nichts bewiesen

Vor Urnenabstimmungen ist Gegnern und Befürwortern  fast jedes Mittel recht, um die Stimmbürger von ihrer Sache zu überzeugen. Beim Abstimmungskampf um die Einheitskasse tun sie dies vorab  mit Behauptungen, die sich weder belegen noch widerlegen lassen.

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Di

02

Sep

2014

Vierte Säule: Über Twitter

Verfolgen Sie das Geschehen an den Finanzmärkten via Twitter? Tops und Flops in alphabetischer Folge:

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Di

26

Aug

2014

Vierte Säule: Nicht über die Einheitskasse, sondern über das wirkliche Problem

Am 28.September dürfen wir uns entscheiden, ob wir für die obligatorische Grundversicherung eine Vielzahl von Kassen oder nur noch eine Einheitskasse haben möchten. 

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Di

19

Aug

2014

Vierte Säule: Man müsste die Grossbanken zerschlagen

Mit der Mitteilung der Nationalbank, dass neben UBS, CS und ZKB auch die Raiffeisen-Gruppe systemrelevant sei, ist die Debatte insbesondere um die Notfallkonzepte erneut entbrannt.

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Di

12

Aug

2014

Vierte Säule: "Wo Geier kreisen, muss Aas liegen"

Cristina Elisabet Fernández de Kirchner, die Präsidentin Argentiniens, bezeichnet gewisse Gläubiger als "Geierfonds".
Cristina Elisabet Fernández de Kirchner, die Präsidentin Argentiniens, bezeichnet gewisse Gläubiger als "Geierfonds".

Viele verbinden Argentinien mit Fussball. Ich verbinde Argentinien mit dem Pleitegeier. Schon siebenmal ist das fruchtbare Land im Süden Südamerikas pleitegegangen: 1827, 1890, 1951, 1956, 1982, 1989 und 2001. Fussball-Weltmeister sind die Gauchos hingegen bloss zweimal geworden: 1978 und 1986.

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Di

05

Aug

2014

Vierte Säule: Wo die Krankenkasse mehr zahlt als der Unfallversicherer

Eine Kollegin erzählte mir Folgendes: Sie ist gestürzt und liess sich von einem Osteopathen behandeln. Die Sitzung von 45 Minuten kostet 110 Franken.

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Di

22

Jul

2014

Vierte Säule: Vorsorgeberatung im Grossraumbüro

Das Grossraumbüro der BZ sieht nicht ganz so aus.
Das Grossraumbüro der BZ sieht nicht ganz so aus.

Etwa so verlief kürzlich ein Fachgespräch im Grossraumbüro:
Arbeitskollege (AK): Was ist besser, Clödu, wenn ich das Pensionskassenguthaben auszahlen lasse oder die Rente beziehe?
Chatelain (CCH): Das kommt darauf an.

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Di

15

Jul

2014

Vierte Säule: Wehe, wenn die Zinskurve fällt

Die Banken jammern über die zu tiefen Zinsen. Tiefe Zinsen heisst für sie auch tiefe Margen, denn sie können die Sparzinsen nicht noch weiter senken. Doch sollten die Zinsen abrupt ansteigen, werden Regionalbanken, die vor allem vom Zinsdifferenzgeschäft leben, trotzdem kein Halleluja anstimmen.

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Di

08

Jul

2014

Vierte Säule: Wer das Vertrauen in den Euro verstehen will, soll Max Frisch lesen

Jürgen Stark: "Die EU hat kein Konzept."
Jürgen Stark: "Die EU hat kein Konzept."

Die Europäische Zentralbank ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Glauben Sie mir: Es wird genug sein.» Die Worte von EZB-Chef Mario Draghi, gesprochen im Sommer 2012, wirkten Wunder: Die Marktteilnehmer glaubten ihm. Der Euro scheint gerettet. Selbst den Griechen vertrauen Investoren wieder ihr Geld an: Sie rissen sich um die Anleihen, die der griechische Staat im April emittierte, obschon sich Griechenland immer noch in einem desolaten Zustand befindet. Investoren gehen davon aus, dass es Super-Mario schon richten wird, sollten die Griechen wieder ins Trudeln geraten.

 

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Di

01

Jul

2014

Vierte Säule: Über nicht kotierte Aktien

Nobelpreisträger Eugene Fama vertritt die These der effizienten Märkte.
Nobelpreisträger Eugene Fama vertritt die These der effizienten Märkte.

Ein Finanzmarkt gilt als effizient, wenn sämtliche verfügbaren Informationen und Einschätzungen im Aktienkurs enthalten sind. Im Fachjargon sagt man, alle Informationen seien im Kurs eingepreist (was für ein scheussliches Wort). Auch der amerikanische Wirtschaftswissenschafter Eugene Fama, der 2013 den Nobelpreis erhalten hat, vertritt die These der effizienten Finanzmärkte.

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Di

24

Jun

2014

Vierte Säule: Über das allein seligmachende Wirtschaftswachstum

Mein Vater war ein eidgenössischer Beamte. Er verdiente ordentlich. Die Mutter besorgte den Haushalt. Sie ging nicht etwa deshalb keiner Erwerbstätigkeit nach, weil sie die Kinder unterhalten musste: Mit Lego, Zinnsoldaten, Dreirad und später Trottinett konnten wir uns selber beschäftigen. Doch rüsten, putzen, stricken, flicken und einkaufen zu Fuss war damals ein Fulltime-Job.

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Di

17

Jun

2014

Vierte Säule: Alles oder nichts, heisst die 3a-Devise.

Aufgepasst beim Sparen 3a. Sonst geht es Ihnen wie einem Bekannten von mir, einem ausgewiesenen Kenner der 2.Säule. Als Experte wusste er, dass die Auszahlung des 3a-Guthabens einer progressiven Steuer unterliegt. Deshalb sollte man mehrere Konti 3a besitzen und in verschiedenen Jahren auflösen. Man spart damit Steuern.

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Di

10

Jun

2014

Vierte Säule: Zu den Motionen Badran

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.

Ich komme nicht umhin, nochmals auf die Motionen der Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran zurückzukommen. Sie will ausländische Investoren vom Kauf börsenkotierter Immobilienaktien und Immobilienfonds fernhalten. Heimatschutz ist sonst nicht Sache der SP. Doch Badran macht die Ausländer dafür verantwortlich, dass die Häuserpreise derart in die Höhe schossen. Dies auch zum Nachteil unserer Pensionskassen. Letzte Woche versenkte der Ständerat die beiden Motionen.

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Di

03

Jun

2014

Vierte Säule: Zu den leidigen Kickbacks

Heute wollen wir das leidige Thema der Kickbacks in Erinnerung rufen: Wenn eine Bank im Auftrag des Kunden Anlagefonds kauft, erhält sie von der Fondsgesellschaft eine Retrozession. Das ist eine Art Verkaufsprovision. Besser gefällt mir der Begriff Kickback: Ein Kick ist für mich ein Fusstritt, und das Wort Back verbinde ich mit dem Hintern. Wer es stubenrein haben möchte: Das Onlinewörterbuch übersetzt Kickback an erster Stelle mit Bestechungsgeld, an zweiter Stelle mit «geheime Lohnrückzahlung».

 

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Di

27

Mai

2014

Vierte Säule: Eine gute Nachricht, wenn die CS die Lizenz behalten darf?

Und dann noch eine gute Nachricht, sagte der Tagesschausprecher am letzten Dienstag: «Die Credit Suisse kann die Lizenz in den USA behalten.» Ist das wirklich eine gute Nachricht? Eine gute Nachricht für wen?

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Di

20

Mai

2014

Vierte Säule: Ich habe bei der Bank Coop ein Konto eröffnet

Vielleicht hätte ich das Konto am Hauptsitz in Basel eröffnen sollen, wo mich niemand kennt.
Vielleicht hätte ich das Konto am Hauptsitz in Basel eröffnen sollen, wo mich niemand kennt.

Heute will ich mich outen: Ich habe bei der Bank Coop ein Konto eröffnet. Jetzt weiss also die Öffentlichkeit darüber Bescheid. Normalerweise sind solche Nachrichten ein Geheimnis.

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Di

13

Mai

2014

Vierte Säule: Wie eine Steuersenkung Beamtenstellen schafft

Ursprünglich wollte ich bei der Abstimmung vom kommenden Sonntag für eine Senkung der Handänderungssteuer stimmen. Dann hatte ich aber vor zwei Wochen den Artikel von Kollege Fabian Schäfer gelesen.

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Di

06

Mai

2014

Vierte Säule: Was wir von Semmelweis lernen können

Letzte Woche gab der Bundesrat bekannt, dass die Leistungen der anthroposophischen Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin, der Homöopathie und der Phytotherapie  von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen werden sollen.

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Di

29

Apr

2014

Vierte Säule: Zu den Befürwortern einer Erdbebenversicherung

Der Walliser Ständerat Jean-René Fournier setzt sich für eine obligatorische Erdbebenversicherung ein.
Der Walliser Ständerat Jean-René Fournier setzt sich für eine obligatorische Erdbebenversicherung ein.

Heute wollen wir uns mit etwas beschäftigen, das Leute gerne verdrängen: der Gefahr eines Erdbebens im Kanton Bern. Wer auf dieses Risiko hinweist, wird gerne belächelt. Kürzlich ist in dieser Zeitung ein längerer Beitrag darüber erschienen. Darin war unter anderem zu lesen, dass in der Schweiz eine obligatorische Erdbebenversicherung eingeführt werden soll.

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Di

22

Apr

2014

Vierte Säule: Über die Papierflut aus dem Bundeshaus

Im Bundeshaus wird viel, sehr viel gearbeitet.
Im Bundeshaus wird viel, sehr viel gearbeitet.

Wissen Sie, weshalb es vor dem Bundeshaus zwei parallel verlaufende Zebrastreifen gibt? Damit die Beamten, die zu früh nach Hause gehen, nicht mit jenen kollidieren, die zu spät ins Büro kommen. Dieser Beamtenwitz ist uralt und nicht besonders lustig. Für einen Basler Anwalt könnte der Witz sogar rassistisch sein, wie Alexander Tschäppät, spezialisiert auf Italienerwitze, bestätigen wird.

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Di

15

Apr

2014

Vierte Säule: Hans-Werner Sinn zur schwelenden Eurokrise

"Die Krise des Euroraums ist eine Krise Frankreichs", sagt Hans-Werner Sinn.
"Die Krise des Euroraums ist eine Krise Frankreichs", sagt Hans-Werner Sinn.

Hans-Werner Sinn ist wohl der profilierteste Ökonom im deutschsprachigen Raum. Der 66-jährige Leiter des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung der Universität München gab jüngst im «Beobachter» ein Interview. Auszüge in Kurzform:

 

«Frage: Ist die Eurokrise vorbei?
Hans-Werner Sinn: Nein, sie schwelt bloss unter dem Teppich.

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Di

08

Apr

2014

Vierte Säule: So macht sich Uncle Sam unbeliebt

Währned des Kalten Krieges war alles schlecht, was von den Russen kam. Und es war alles gut, was von den Amis kam: Als die US-Amerikaner 1980 an den Winterspielen in Lake Placid die Eishockeyaner der Roten Armee bodigten, wurde das hierzulande wie ein Heimsieg gefeiert.

 

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Di

01

Apr

2014

Vierte Säule: Zu den Aktien-Pickern

Privatanleger sollten von direkten Engagements in Aktien lieber die Finger lassen. Besser ist, das Geld in Aktienfonds zu investieren. Damit kann man mit wenigen Hundert Franken an einem breit gestreuten Wertschriftenportefeuille teilhaben und das Risiko auf viele Unternehmen verteilten. Das nennt man Diversifikation.

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Di

25

Mär

2014

Vierte Säule: Juristen verdrängen Betriebswirte

Betriebswirte bringen beste Voraussetzungen mit, um eine Stiftung der beruflichen Vorsorge zu leiten. Pensionskassen-Manager müssen etwas verstehen von Finanzanlagen,  Immobilienbewertung, Organisationsmanagement, Personalführung — alles  Wissensbereiche, wie sie in einem Betriebswirtschaftsstudium angeboten werden. Daher wäre es zu begrüssen, wenn Ökonomen mit der Leitung von Pensionskassen betraut würden, so machen sie nichts Dümmeres.

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Fr

14

Mär

2014

Vierte Säule: Die Bank Vontobel weiss mit Deutschen umzugehen

Susanne Rohmund, ehemalige "Cash"-Reporterin.
Susanne Rohmund, ehemalige "Cash"-Reporterin.

Ausgerechnet die Bank Vontobel ist im Steuerbetrugsfall Uli Hoeness in ein schiefes Licht geraten. Das erinnert mich an eine Reportage vom 26. März 2000 der inzwischen eingestellten Wirtschaftszeitung «Cash». Die Deutsche Susanne Rohmund testete die Anlageberatung der Bank Vontobel. Der Berater liess meine damalige Redaktionskollegin spüren: Ausländerinnen nimmt er mit Kusshand. Hier ihr Erlebnisbericht in voller Länge:

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Di

04

Mär

2014

Vierte Säule: Der Pyrrhussieg der Gewerkschaften

Am Freitag jährt sich zum vierten Mal der grandiose Sieg der Gewerkschaften: Am 7. März 2010 gewannen sie die Abstimmung um den gesetzlichen Umwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge. Eine erdrückende Mehrheit — 73 Prozent — lehnte die Kürzung künftiger Renten ab.

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Mo

24

Feb

2014

Vierte Säule: Die Bank Coop und das Bankgeheimnis

Die Bank Coop macht ein Geheimnis um Bankbeziehungen; nicht aber um Kontoauszüge.
Die Bank Coop macht ein Geheimnis um Bankbeziehungen; nicht aber um Kontoauszüge.

Stellen Sie sich vor, Ihre Bank hat die Informatik nicht im Griff und verschickt Ihre Bankauszüge an die falsche Adresse. Ein ziemlich ungemütlicher Gedanke. Leider jedoch Realität. Der Bank Coop ist dies Anfang Jahr passiert. Mehrere Tausend Kontoauszüge flatterten in den falschen Briefkasten. Ein Bankgeheimnis sieht anders aus. Die Bank hat sich dafür entschuldigt und eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben, derweil die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob die Verletzung des Bankgeheimnisses im vorliegenden Fall strafbar sei.

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Di

18

Feb

2014

Vierte Säule: Börsianer halten sich nicht ans Drehbuch der SVP-Gegner

Haben Sie sich auch gefragt, weshalb die Schweizer Aktien in der vergangenen Woche zugelegt haben? Dabei konnte die Zukunft der Schweiz im Vorfeld zur Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative nicht schwarz genug gemalt werden, sollte der Souverän im Sinne der SVP abstimmen: Die Unternehmen könnten  dann nicht mehr die besten Arbeitskräfte rekrutieren, hiess es. Es werde an Spezialisten fehlen, und die Firmen müssten einen grossen Aufwand betreiben, wenn sie weiterhin ausländische Experten anheuern wollten. Keine rosigen Aussichten für die Unternehmensgewinne.

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Di

11

Feb

2014

Vierte Säule: Hommage an den Bundesrat Anno 1976

Rudolf Gnägi war 1976 Bundespräsident
Rudolf Gnägi war 1976 Bundespräsident

Im Jahr 1985 ist das Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) in Kraft getreten. Damals liess sich das Gesetzeswerk auf 150 Seiten zusammenfassen. Wer sich aber heute im Detail mit den Regeln der 2.Säule befasst, muss einen 2000 Seiten umfassenden Wälzer durchackern: 1900 Seiten kommen als «Handkommentar» von 27 Autorinnen und Autoren daher, das Stichwortverzeichnis umfasst unglaubliche 60 Seiten; circa 8000 Fussnoten verweisen auf das Literaturverzeichnis mit 700 Einträgen von bereits publizierten Beiträgen.

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Di

04

Feb

2014

Vierte Säule: Der Januar-Effekt sagt ein schlechtes Aktienjahr voraus

Vor ziemlich genau einem Jahr schrieb Jens Korte in der «NZZ am Sonntag»: «2013 wird ein Spitzenjahr für Investoren.» Mit dieser Aussage erzielte der Wallstreet-Kenner, der etwa auch in den Nachrichtensendungen des Schweizer Fernsehens zu sehen ist, einen Volltreffer: Die Aktienkurse der Eurozone stiegen um 17 Prozent, jene der USA und der Schweiz um 25 und jene Japans gar um über 50 Prozent.

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Di

28

Jan

2014

Vierte Säule: Der Gewissenskonflikt des Vermögensberaters

Ein Vermögensberater hat mir sein Leid geklagt. Er befindet sich in einem Gewissenskonflikt. Wie die meisten Finanzmarktakteure hält er im Moment nichts von Obligationen. Denn sobald die Zinsen wieder steigen, wird der Wert eines Obligationenfonds sinken. Mit dem Kauf von Obligationen sollte man deshalb zuwarten.

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Di

21

Jan

2014

Hommage an Hermann Gottlieb Bieri

Hermann Bieri
Hermann Bieri

In den 70er-Jahren lehrte an der Universität Bern ein gewisser Hermann Gottlieb Bieri. Der inzwischen verstorbene Mann ist nicht als genialer Ökonomieprofessor in die Geschichte eingegangen. Und doch habe ich bei kaum einem Lehrmeister so viel gelernt wie bei ihm.  


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Di

14

Jan

2014

Vierte Säule: Die tiefen Zinsen sind wie eine Droge

Ein Leser regte sich fürchterlich auf, als er die Abrechnung für sein Mietzinskonto erhielt. «Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich sah, wie viel beziehungsweise wie wenig Zins auf diesem Konto gewährt wird: sage und schreibe 0,1 Prozent, jawohl, 0,1 Prozent!», schreibt er dieser Zeitung. Für die Kaution von 5760 Franken habe er in zweieinhalb Jahren einen Zins von «sagenhaften» Fr. 29.45 erhalten.

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Claude Chatelain