Nachschlag: Customer Interaction

Björn Wiese, bei der Swisscom Head of Customer interactions Marketing.
Björn Wiese, bei der Swisscom Head of Customer interactions Marketing.

Björn Wiese hat keine Ahnung. Der Head of Customer Interactions Marketing der Swisscom schreibt mir doch tatsächlich in einem Mail: «Sie haben die richtige Wahl getroffen – herzlich willkommen. Sie haben sich für InOne entschieden.»

Was für ein Zyniker! Dabei rege ich mich täglich auf, dass der neue Browser nicht funktioniert und das WLAN ständig abstürzt. Ein Swisscom-Verkäufer rief mich an. Und da ich ihn schon wegen des Mobil-Abos am Handy hatte, beantragte ich eine Festnetznummer. Da müsse ich einen neuen Browser haben, sagte der Verkäufer, die Installation sei kinderleicht.

 

Denkste. Dreimal kam der Techniker schon vorbei. Mindestens fünfmal telefonierte ich mit dem technischen Dienst, manchmal über eine halbe Stunde. Zeit dazu hatte ich ja, wenn der Bildschirm im spannendsten Moment schwarz wurde und es dann hiess, die Internetverbindung sei unterbrochen.

 

Gut, es kann passieren, dass bei einem Swisscom-Kunden der Wurm drin ist. Aber wenn man schon so einen hochtrabenden Titel wie Head of Customer Interactions Marketing trägt, sollte man mit ungefilterten Rundmails vorsichtig sein. Geraten sie an die falsche Adresse, wirkt das einfach nur peinlich.

 

Erschienen im SonntagsBlick am 29. April 2018

Claude Chatelain