Oberländerin schlägt Städterin

Christine Häsler aus Burglauenen schaffte die Wiederwahl.
Christine Häsler aus Burglauenen schaffte die Wiederwahl.

Christine Häsler oder Aline Trede? Das war die Frage, als sich abzeichnete, dass die Grünen im Kanton Bern einen Sitz verlieren werden. Die Oberländerin Christine Häsler behielt die Oberhand.

Frau Häsler, worauf führen Sie den Sieg gegen Ihre interne Konkurrentin Aline Trede zurück?

Lassen Sie mich zuerst sagen, dass ich es sehr bedaure, dass wir den dritten Sitz nicht halten konnten und bedaure noch mehr, dass Aline Trede nicht wiedergewählt wurde.

 

Und jetzt zur Frage?
Ich führte einen intensiven Wahlkampf, insbesondere auch auf dem Land. Die thematisierte Stadt-Land-Problematik war offenbar glaubwürdig.

 

Die Ständeratskandidatur dürfte auch geholfen haben.
Das ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

 

Sie haben im Nationalrat von Alec von Graffenried den Sitz in der Rechtskommission geerbt. Ihre Stärken dürften anderswo liegen.
Als Nicht-Juristin ist die Arbeit in der Rechtskommission schwierig, aber spannend. Bisher habe ich mich schwergewichtig mit sozial- und gesellschaftspolitischen Themen beschäftigt.

 

Also möchten Sie in die Sozial- und Gesundheitskommission?
Ja, da hätte ich nichts dagegen.

 

Als Mitarbeiterin der KWO wären Sie doch für die Umwelt- und Verkehrskommission (Urek) prädestiniert.
Mein Herz schlägt für die Sozialpolitik. Sie haben Recht. In der Energiepolitik bin ich auch daheim.

 

Erschienen in der BZ am 19. Oktober 2015

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Claude Chatelain