Mobiliar zahlt 144 Millionen Franken zurück

Die Mobiliar blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Davon profitieren insbesondere auch die Inhaber einer Haushalt- und Gebäudeversicherung.

Wenig Schäden und ein gutes Börsenjahr. Allein aufgrund dieser Prämissen durfte man erwarten, dass die Mobiliar ein gutes Geschäftsergebnis 2014 vorzuweisen vermag. Hinzu kommt der einmalige Effekt von 161 Millionen Franken aus dem Verkauf ihrer Beteiligung an Nationale Suisse an die Helvetia-Versicherung. Kurz: Der grösste Sachversicherer der Schweiz steigerte 2014 den Gewinn um 56 Prozent auf 596 Millionen Franken. «2014 war eines der besten, wenn nicht das beste Geschäftsjahr überhaupt», erklärte gestern CEO Markus Hongler an der Bilanzmedienkonferenz in Bern.


Versicherte statt Aktionäre


Über gute Zahlen freuen sich jeweils die Aktionäre. Bei der genossenschaftlichen Mobiliar freuen sich indessen die Versicherten. Rekordhohe 200 Millionen fliessen heuer in den Überschussfonds. Davon kommen 144 Millionen den Versicherten einer Haushalt- und Gebäudeversicherung zugute. Sie erhalten auf der Prämienrechnung ab Mitte 2015 einen Rabatt von 20 Prozent.


«Zwei Drittel des Marktwachstums im Nichtlebengeschäft geht aufs Konto der Mobiliar», so Markus Hongler. «Unser Geheimnis liegt in der Kundentreue.» Hingegen bei den Lebensversicherungen gehört die Mobiliar mit einem Marktanteil von knapp 3 Prozent zu den kleinen Playern. Stark ist sie zwar bei reinen Risikoversicherungen, nicht aber bei den Sparversicherungen, welche einen Risiko- und einen Sparteil aufweisen und wegen der hohen Margen insbesondere im Verkauf beliebt sind. Hier will die Mobi nachbessern. Auf den 1. Mai 2015 lanciert sie ein «einzigartiges Produkt», wie es Michèle Bergkvist, die Leiterin von Mobiliar Leben, gestern formulierte. Einzigartig sei bei dieser 3a-Versicherung die transparente Erfolgsbeteiligung. Kunden profitierten bereits ab Vertragsbeginn von einem garantierten Kapital und verhältnismässig hohen Rückkaufswerten.


Erschienen in der BZ am 2. April 2015

Claude Chatelain