Valiant kooperiert mit Swiss Life - na und?

Die Mitteilung der Valiant Bank vom 8. August, sie werde mit Swiss Life eine strategische Partnerschaft eingehen, sorgte zumindest in der Lokalpresse für ein grosses Echo. Zu Unrecht, wie sich jetzt herausstellt.

Schon lange werweist die Öffentlichkeit, wer wohl der strategische Partner der Valiant-Gruppe sein könnte. Als die Valiant-Aktien im Herbst 2010 ins Bodenlose stürzte, erklärte der inzwischen abgetretene VR-Präsident Kurt Streit, man suche einen strategischen Partner, um dem Aktienkurs eine gewisse Stabilität zu verleihen. Anfang Jahr bekräftigte sein Nachfolger Jürg Bucher bei seinem ersten Auftritt vor den Medien als Präsident der Valiant-Holding, die Suche nach einem Partner fortzusetzen, ohne konkreter zu werden. Vor diesem Hintergrund ist das grosse Medienecho zu verstehen, welches die Valiant-Holding mit ihrer Mitteilung am 8. August auslöste.

 

Heute präsentierte Swiss Life ihre Halbjahreszahlen. Und was nicht weiter überraschen dürfte, wollten Medienvertreter Konkretes erfahren über die angestrebte Kooperation. Schliesslich hat das Allfinanz-Konzept bisher nur in wenigen Fällen funktioniert. Ivo Furrer, Chef des Schweizer Geschäfts von Swiss Life, versuchte die hohen Erwartungen zu dämpfen. Er hätte auch sagen können: "Nützts nüt so schadts nüt." Das zeigt eigentlich schon die nur kleine Beteiligung von 3 Prozent der Swiss Life am Aktienkapital der Valiant-Holding. Das ist definitiv deutlich weniger, als damals Kurt Streit vorschwebte und ebenfalls deutlich zu wenig, um dem Aktienkurs eine gewisse Stabilität zu verleihen und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. 

 

Erschienen im BZ-Blog am 14. August 2013

 

Claude Chatelain