Help Point: Mehr als fünf Konti 3a sind nicht sinnvoll

Frage: Aus steuerlichen Gründen ist es sehr interessant, mehrere Konti 3a zu führen. Aber wie viele dieser Konti darf man eigentlich haben? Muss das Konto beim Bezug der AHV-Rente aufgelöst werden? Ein Berater sagte uns ausserdem, wir sollten das Geld auf eine Bank im Kanton Schwyz transferieren, so könnten wir zusätzlich Steuern sparen. H.P. in Luzern.

Antwort: Pro Vorsorgeeinrichtung sind zwei Konti 3a erlaubt. Sie können jedoch noch mehr Konti führen, sofern Sie sie auf mehrere Banken verteilen. Sinnvoll sind pro Person maximal fünf Konti, auf mindestens drei verschiedene Banken verteilt. Denn das steuerbegünstigte Konto 3a muss innerhalb von fünf Jahren aufgelöst werden, spätestens bei Erreichen des gesetzlichen AHV-Alters, frühestens fünf Jahre vorher.

 

Nun ist es steuerlich vorteilhaft, die Auszahlung des Kapitals auf mehrere Jahre zu verteilen. Damit wird die Steuerprogression gebrochen, da bei der Auszahlung des 3a-Guthabens eine Kapitalauszahlungssteuer zu bezahlen ist. Die Höhe des Steuersatzes nimmt mit zunehmender Höhe des ausbezahlten Betrages progressiv zu. Da es aber nicht möglich ist, sich nur einen Teil des Kontos auszahlen zu lassen, sollte man frühzeitig fünf 3a-Konti eröffnen.

 

Bei Ehepartnern kann es sogar sinnvoll sein, mehr als fünf 3a-Konti zu führen, sofern sie nicht im gleichen Jahr AHV-berechtigt sind. Werden aber die Konti des Mannes und der Frau im gleichen Jahr aufgelöst, wird das Kapital zusammengezählt und zum höheren Satz versteuert.

 

Kommen wir zum Fall Schwyz: Manche Leute glauben, sie würden weniger Steuern zahlen, wenn sie das 3a-Guthaben auf eine Stiftung mit Sitz im Kanton Schwyz transferierten. Das ist ein Irrtum. Denn massgebend ist der Steuersatz der Wohnortsgemeinde. Ein Geldtransfer nach Schwyz lohnt sich nur für Heimatmüde, die sich hierzulande abgemeldet haben. Wer das Steuerdomizil ins Ausland verlegt hat, zahlt keine Kapitalauszahlungssteuer. Ihm wird dafür beim Bezug eine Quellensteuer in Abzug gebracht. Diese ist nirgends so tief wie im Kanton Schwyz.

 

Erschienen im CASH am 25. Januar 2007

Claude Chatelain