Der Chef der neuen Bank soll Peter Ritter heissen

Peter Ritter
Peter Ritter

Peter Ritter wird GL-Vorsitzender des neuen Bankengebildes, das durch die Fusion der Bernerland Bank Sumiswald und der Spar- und Leihkasse Münsingen entstehen wird. Die neue Bank heisst Bank Bernerland AG.

 

Fusionen scheitern häufig am Ego der Manager. Beide wollen sie beim neuen und grösseren Gebilde die Nummer eins sein. Bei der Bernerland Bank aus Sumiswald und der Spar- und Leihkasse in Münsingen scheint dies nicht der Fall zu sein.  

Beat Hiltbrunner, CEO der leicht kleineren , aber deutlich rentableren Spar- und Leihkasse in Münsingen, ist beim fusionierten Gebilde als «Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung und Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenssteuerung» vorgesehen. «Ich kann sehr gut leben damit», sagt Hiltbrunner, «ich hatte mich als Stellvertreter beworben». Vorsitzender der Geschäftsleitung und Leiter des Geschäftsbereichs Regionen wird demnach Peter Ritter sein, der heute die Bernerland Bank in Sumiswald führt. Und wie bei Fusionen üblich verhält es sich beim Verwaltungsrat gerade umgekehrt: Malermeister Walter Neuenschwander, bisher VR-Präsident der Spar- und Leihkasse, bleibt VR-Präsident, und der Langenthaler Fürsprecher Mark Hess soll das Vizepräsidium übernehmen. Derzeit ist Hess VR-Präsident der Clientis Bernerland Bank.

 

Bank Bernerland, Münsingen

 

Die neue Bank heisst Bank Bernerland AG und wird ihren Sitz in Münsingen haben. Die Zusammensetzung der neuen Bank mit einer Bilanzsumme von 2,5 Milliarden Franken reflektiere, «dass die beiden Banken ihre Fusion partnerschaftlich und aus einer Position der Stärke heraus entschieden haben», erklärten die Banken gestern. Durch den Zusammenschluss wollen sie ihre Marktposition ausbauen und sich für künftige Herausforderungen rüsten. Die Messlatte für kritische Grösse werde künftig höher liegen als heute. Der Zusammenschluss der beiden Banken soll über einen Aktientausch abgewickelt werden. Das Austauschverhältnis der Aktien wird nach Vorliegen der Halbjahresabschlüsse festgelegt. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen: Am 3. November 2012 müssen die Aktionäre an ausserordentlichen Generalversammlungen den Fusionsvertrag absegnen.

 

Erschienen in der BZ am 4. Juli 2012

Claude Chatelain