Wer auf sicher geht, kauft eine Travel-Card

Gehen im Ausland Maestro- oder Kreditkarten verloren, so ist man aufgeschmissen. Die Travel-Cash-Karte hingegen wird sofort ersetzt.

 

Mit dem Einzug der Kreditkarten haben die Travellerchecks von Swiss Bankers ausgedient. Doch die frühere Herausgeberin der Reiseschecks ist immer noch auf dem Markt und nennt sich heute Swiss Bankers Prepaid Services AG. Statt Travellerchecks vertreibt sie heute die Travel-Cash-Karte, welche laut Thomas Beck gegenüber der Maestro-Karte wie auch den Kreditkarten einige Vorteile aufweist. Thomas Beck ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Swiss Bankers Prepaid Services mit Sitz in Grosshöchstetten.

Der grosse Vorteil der Travel-Cash-Karte ist wie weiland bei den Travellerchecks die Sicherheit. Gehen im Ausland Maestro- oder Kreditkarten verloren oder werden sie gestohlen, so ist man aufgeschmissen. Die Banken liefern Ersatzkarten normalerweise nicht ins Ausland. Swiss Bankers hingegen lässt eine verlorene Travel-Cash-Karte inklusive Restguthaben mit dem Kurier nachschicken.

 

Kein Bezug zum Lohnkonto

 

Sicher ist die Travel-Cash-Karte auch unter dem Gesichtspunkt, dass sie als Prepaidkarte keine direkte Verbindung zu einem Bankkonto hat. Dies im Unterschied zur Maestro-Karte der Banken. Man läuft somit nicht Gefahr, dass ein Krimineller mittels Skimming das Konto plündert.  

Thomas Beck
Thomas Beck

350'000 Travel-Cash-Karten sind derzeit im Umlauf. Nach Angaben von Thomas Beck speist ein grosser Teil der Kundschaft die Karte mit rund 1000 Euro oder 1000 Dollar. Darauf zahlt man eine Gebühr von 1 Prozent. Und wenn man an einem der über 1,5 Millionen Bancomaten auf der Welt Bargeld bezieht, kostet das je nach Kartenwährung 4 Euro, 5 US-Dollar oder 5 Schweizer Franken. Mit dieser Prepaidkarte, die keine Jahresgebühr verlangt, kann man nicht nur Bargeld beziehen, sondern in über 13 Millionen Geschäften, Hotels und Restaurants bargeldlos bezahlen.

 

Bargeld beziehen an Bancomaten kann man natürlich auch mit der Maestro-Karte der Banken. Dies kostet nur unwesentlich mehr als mit der Travel-Cash-Karte. Zudem kann man damit in Geschäften und Restaurants weltweit bezahlen. Der Nachteil gegenüber der Travel-Cash-Karte wurde bereits genannt: Bei Verlust wird sie nicht sofort ersetzt, und zudem birgt die direkte Verbindung zum Bankkonto gerade im Ausland nicht zu unterschätzende Risiken. 

 

Erschienen in der BZ am 19. Juni 2012

 

Claude Chatelain