Vierte Säule: Wer die Steuererklärung nicht online ausfüllt, ist selber schuld

Peter Roniger instruiert am Taxme-Corner in Ittigen.
Peter Roniger instruiert am Taxme-Corner in Ittigen.

66 Prozent der Steuerzahler im Kanton Bern füllen die Steuererklärung elektronisch aus. Schon 66 Prozent? Nein, nur 66 Prozent.

Im November hat die Steuerverwaltung des Kantons Bern eine repräsentative Befragung durchgeführt. 88 Prozent zeigten sich grundsätzlich zufrieden mit der Dienstleistung der Steuerverwaltung. Den höchsten Zufriedenheitsgrad verzeichneten die Nutzer von TaxMe-Online. Kein Wunder, das elektronische Ausfüllen der Steuererklärung ist in mancher Beziehung viel einfacher und kundenfreundlicher, als das leidige Ausfüllen von Hand.

 

Erstens wird man in der elektronischen Variante schön durchs Programm geführt. Der Computer sagt einem artig, welches der nächste Schritt ist und wo allenfalls etwas falsch eingegeben wurde. Wo man zwischen Pauschalabzug und Einzelrechnungen entscheiden kann, sieht man relativ schnell, welche Variante besser ist. Schliesslich wird das Programm einem auch vorrechnen, wie hoch die Steuerschuld zu stehen kommt. Sollte man über die Höhe erschrecken, kann man nochmals durchs Programm surfen und checken, ob wirklich alle möglichen Abzüge vorgenommen wurden. 

 

Ein dritter Vorteil besteht darin, dass die Daten gespeichert und im nächstens Jahr wieder verwendet werden können. Wer eine Liegenschaft oder mehrere Konti und auch einige Wertschriften besitzt, wird dankbar sein, wenn man all die Angaben von den Konto- bis zu den Valoren-Nummern nicht jedes Mal von neuem eingeben muss.

 

Überzeugt? Nein? Selber schuld. 

 

Erschienen in der BZ am 10. Februar 2009

Claude Chatelain