Help Point: "Ich will das Spitalbett selbst wählen können"

Ich bin bei der Wincare schon seit Jahren halbprivat versichert. Doch die Prämienbelastung wird mir langsam zu viel. Ein Bekannter hat mir nun empfohlen, in die flexible Spitalkosten-Zusatzversicherung zu wechseln. Diese sei günstiger. Mein Problem ist jedoch, dass ich ein Rückenleiden habe. Ist ein Wechsel unter diesen Umständen überhaupt möglich?

P. V. in L.

Die flexiblen Spitalkosten-Zusatzversicherungen sind im Trend. Sie entscheiden erst vor dem Spitaleintritt, ob Sie in der allgemeinen, halbprivaten oder privaten Abteilung liegen möchten. Bei der Wahl des höheren Komforts zahlen Sie einen hohen Selbstbehalt von einigen Tausend Franken, dafür sind die Prämien tiefer.

 

Beim Abschluss einer Spitalzusatzversicherung sind Gesundheitsfragen zu beantworten. Bei bestehenden Leiden wird ein Vorbehalt angebracht.

 

Nun möchten Sie in eine flexible Spitalzusatzversicherung wechseln, ohne einen gesundheitlichen Vorbehalt in Kauf nehmen zu müssen. Bei Sanitas und Atupri wäre ein solcher Wechsel möglich. Er wäre bei Helsana ebenfalls machbar, sofern der Versicherte nicht eine wählbare Franchise abgeschlossen hat. Doch bei der CSS wäre ein Wechsel mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden. Denn das Flex-Produkt gilt trotz der günstigeren Prämie als Höherversicherung, weil bei ihm auch Privatbehandlungen möglich sind.

 

Sie möchten wissen, wie es sich mit Wincare verhält. Das Problem hier: Wincare hat die flexible Variante gar nicht im Angebot. Wincare gehört seit einem Jahr der Sanitas. Nach Auskunft der Sanitas stünde Ihnen nichts im Weg, vom Wincare- ins günstigere Sanitas-Produkt mit dem tieferen Leistungsversprechen zu wechseln, ohne einen Gesundheitscheck abzulegen und allfällige Vorbehalte in Kauf nehmen zu müssen.

 

Erschienen im CASH am 14. Juni 2007

Claude Chatelain