Chatelain rät: Warum sich mehrere 3a-Konti lohnen

Frage: Ein Kollege hat mir gesagt, ich sollte mehrere Konti 3a führen. Das sei steuerlich interessanter. Das macht für mich keinen Sinn. Ist es nicht so, dass ich so oder so nur 6365 Franken pro Jahr bei den Steuern abziehen kann, ob ich nun das Geld auf eines oder auf mehrere Konti einzahle? M. B., Gelterkinden BL

Antwort: Sie haben recht: Sie können pro Jahr bis zu 6365 Franken auf ein Konto 3a einzahlen und diesen Betrag vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Sie einer Vorsorgeeinrichtung der beruflichen Vorsorge angeschlossen sind. Für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer ohne Pensionskasse gelten andere Maximalsätze. Dabei spielt es steuerlich keine Rolle, ob Sie die 6563 Franken auf ein einziges oder auf verschiedene Konti einzahlen.

 

Anders ist es bei der Auszahlung des angesparten Geldes: Sobald Sie sich das Guthaben vor der Pensionierung auszahlen lassen, zahlen Sie eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer. Die Steuer wird unabhängig vom übrigen Einkommen erhoben. Doch der Steuersatz ist progressiv. Das heisst, bei einer Auszahlung von 250000 Franken kommt ein höherer Steuersatz zur Anwendung als bei einer Auszahlung von 50000 Franken. Wenn Sie nun über mehrere Konti 3a verfügen, können Sie zwischen dem 60. und dem 65. Altersjahr in jedem Kalenderjahr ein Konto 3a auflösen und damit vom tieferen Steuersatz profitieren.

 

Die Steuerersparnis fällt nicht in allen Gemeinden gleich stark ins Gewicht. Relativ gering ist die Ersparnis in Zürich und Chur; massiv ist sie in Aarau oder Freiburg.

 

Erschienen im BLICK am 9. Mai 2007

Claude Chatelain