Chatelain rät: «Bei WNB rate ich zur Vorsicht»

Frage: Ich habe von der WNB das Angebot erhalten, monatlich eine gewisse Summe für mindestens zehn Jahre in eine Fondspolice zu investieren. Da ich 60-jährig bin, ist das für mich nicht lukrativ. Gleichzeitig wollten sie mich als Mitarbeiter anheuern. Ich müsse bloss für 390 Franken an einem Einstiegsseminar teilnehmen, hätte praktisch kein Risiko. Was ist angesichts solcher Angebote von der WNB zu halten? L. E., via E-Mail

Antwort: Ich will das Rad nicht neu erfinden und drucke den Text ab, wie er vor gut zwei Jahren hier erschienen ist. Da ich wiederholt über WNB befragt werde, scheint es mir sinnvoll, das Thema erneut aufzugreifen. Ich zitiere aus diversen Gazetten:

  • «Der WNB ist ein umstrittener, schneeballähnlich aufgebauter Strukturvertrieb.» (K-Tip)
  • «Meine Kollegin ist bei der WNB tätig und wollte mir ebenfalls eine solche Versicherung andrehen. Als ich Nein sagte, ging der Horror erst richtig los.» (Beobachter)
  • «Bei Strukturvertrieben wie dem WNB rate ich zur Vorsicht.» (SonntagsZeitung)
  • «Unzählige Schicksalsgeschichten sind schon erschienen. Und doch fallen immer wieder Leute auf die Machenschaften herein.» (Cash)
  • «Sie wurden schlecht beraten, was bei WNB nicht anders zu erwarten ist.» (BLICK)
  • «Die Firma WNB sorgt regelmässig für negative Schlagzeilen.» (Berner Zeitung)
  • «Bekannt ist, dass so genannte Strukturvertriebe wie WNB keine Skrupel haben, jungen, unabhängigen Leuten fondsgebundene Lebensversicherungen mit einer Vertragsdauer von bis zu 40 Jahren aufzuschwatzen.» (Cash Value)
  • «Mit zweifelhaften Knebelverträgen versucht die Reinacher WNB, die Mitarbeiter am schnellen Ausstieg zu hindern.» (Tages-Anzeiger)
  • «WNB-Mitarbeiter verkaufen meist nur ein einziges Produkt - ohne vorher das Bedürfnis des Kunden abzuklären» (K-Tip)
  • «Bruno Zeltner, Leiter der Geschäftsstelle des Schweizerischen Versicherungsverbandes: Das Vorgehen der WNB bei der Vermittlung von Lebensversicherungen schadet unserer ganzen Branche.» (Beobachter)

Ich habe dem nichts beizufügen.

 

Erschienen im BLICK am 7. März 2007

Claude Chatelain