Flexible 3a-Lösung der Baloise

20-Jährige brauchen keine 3a-Versicherung, schrieb ich im BLICK vom 26. August. Mit dieser Aussage ist ein Finanzberater von der Baloise nur halbwegs einverstanden.

3a-Policen sind ein Sparprodukt mit einer integrierten Versicherung gegen Tod. Doch ledige Leute brauchen keinen Todesfallschutz. Ferner sind 3a-Policen auf viele Jahre ausgerichtet und starr. Urs Emch von der Baloise: «Sie haben natürlich recht, dass ein so junger Mann keine 3a-Versicherung mit festen Prämien abschliessen sollte. Das wäre nur vertretbar, wenn er schon eine Familie hätte.»

Nicht einverstanden ist der Baloise-Mann mit meiner Einschätzung, der 20-jährige Mann brauche überhaupt keine Versicherung. Urs Emch: «Auch ohne Analyse bin ich ganz sicher, dass der junge Mann bei Erwerbsunfähigkeit schlecht bis sehr schlecht dastehen würde.» Seine Antwort auf dieses Problem heisst «Baloiselife plus». Der Kunde zahlt auf das 3a-Konto bei der Bank ein, so viel er kann und will. Von diesem Betrag wird ihm die Prämie für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgezogen. Und im Falle einer Invalidität erhielte der Mann eine Rente. «Sie sehen», schreibt mir Urs Emch, «wir nehmen uns die - berechtigten - Einwände gegen allzu starre Versicherungsprodukte zu Herzen.»

Das «Wir» bezieht sich auf Baloise, nicht auf die Versicherungsbranche insgesamt. Denn «Baloiselife plus» ist ein einzigartiges Produkt. Die Flexibilität ist gewährleistet. Der Versicherungsnehmer kann die Versicherung jederzeit kündigen, ohne einen Rückkaufsverlust in Kauf zu nehmen. Bei einer Kündigung bleibt das Guthaben auf dem Konto 3a und wird weiter verzinst.

Ich bin nicht der Meinung, dass junge Leute in jedem Fall eine Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit brauchen. Aber wenn schon eine Versicherung, dann plädiere ich dafür, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung separat abzuschliessen und bei irgendeiner Bank ein Konto 3a zu eröffnen. «Baloiselife plus» kommt diesem Ansinnen nahe. Es hat sogar noch den Vorteil, dass man nicht nur den Sparteil, sondern auch die Versicherungsprämie vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen kann. Zur Erinnerung: Arbeitnehmer, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, können jährlich bis 6192 Franken in die Säule 3a einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen.

 

Erschienen im BLICK am 6. September 2006

Claude Chatelain