Chatelain rät: Die Frau ist schwanger - was nun?

FRAGE: Ich bin selbständig erwerbend und keiner Pensionskasse angeschlossen. Da nun meine Frau schwanger ist, müsste ich wohl eine Lebensversicherung abschliessen. Was raten Sie mir? Auf was muss ich achten, damit ich nicht über irgendeine Fussangel stolpere? L. E., via E-Mail

Es gibt verschiedene Arten von Lebensversicherungen: mit oder ohne Sparteil, mit konstanter oder abnehmender Versicherungssumme, mit oder ohne Prämiengarantie. In einem ersten Schritt müssten Sie sich für einen bestimmten Versicherungstyp entscheiden. In einem zweiten Schritt dann den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen.

Ich persönlich ziehe flexible Lösungen vor. Deshalb empfehle ich Ihnen die einjährige Todesfallversicherung mit steigender Prämie. Je älter Sie sind, desto höher ist das Sterberisiko und desto höher damit auch die Prämie. Für Sie als jungen Familienvater ist das die günstigste Variante. Und sollten Sie sich dereinst einer Pensionskasse anschliessen, was eh zu empfehlen ist, können Sie die Versicherung auf Ende Jahr kündigen. Teuer wird diese Variante, wenn Sie den Versicherungsschutz lange Jahre - bis über das 50. Lebensalter hinaus - behalten.

Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie sich keiner beruflichen Vorsorgestiftung anschliessen und den Versicherungsschutz auch in ferner Zukunft brauchen, ist ein anderer Versicherungstyp vorzuziehen: die Todesfallrisikoversicherung mit abnehmender Versicherungssumme. Dieser Versicherungstyp hat eine feste Laufzeit. Abnehmender Versicherungsschutz deshalb, weil die Notwendigkeit einer Lebensversicherung im Lauf der Jahre abnimmt. Je älter die Kinder, desto eher wird die Frau in der Lage sein, die Erwerbstätigkeit auszudehnen. Selbstverständlich gibt es auch Risikoversicherungen mit konstanter Versicherungssumme. Diese sind aber ungleich teurer.

Wichtig ist ferner, ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind. Basler, Helvetia Patria, Swiss Life und Winterthur haben für Raucher und Nichtraucher gleiche Prämien. Dagegen bieten Allianz-Suisse, Mobiliar, Generali, National, Pax, Vaudoise und Zürich Nichtrauchern günstigere Prämien an. Nichtraucher sollten einen Versicherer wählen, der Nichtrauchertarife anbietet. Raucher sind dort am besten aufgehoben, wo zwischen Rauchern und Nichtrauchern kein Unterschied gemacht wird.

 

Erschienen im BLICK am 28. Dezember 2005

Claude Chatelain