Chatelain rät: Die UTI ist für Kinder ein Muss

Ich werde bald Vater und suche eine Kranken-Versicherung für das Kleine. Wie es so ist, erzählt jeder etwas anderes. Meine Frage ist ganz einfach: Braucht man neben der Grundversicherung auch noch Zusatzversicherungen? Versichert sind wir bei der Wincare. L. W. via E-Mail

Die einzig zwingende Zusatzversicherung für Kinder heisst UTI: Unfall-Tod-Invalidität. Sollte dem Kind etwas zustossen, zahlt die UTI-Versicherung eine Kapitalleistung. Zum Beispiel 150 000 Franken bei IV, 10 000 Franken bei Tod. Der einzige Makel: UTI zahlt nur die unfallbedingte, nicht aber die krankheitsbedingte Invalidität. So bieten Concordia und Helsana Varianten an, bei welchen auch die krankheitsbedingte Invalidität versichert ist. Bei Concordia heisst sie TIKU (Tod-Invalidität-Krankheit-Unfall). Die Monatsprämie für eine Kapitalleistung von 150 000 Franken bei Invalidität beträgt für Kinder 11.50 Franken.


Man sollte nur teure Risiken versichern, die in der Grundversicherung nicht gedeckt sind. Zu diesen gehören auch Zahnstellungskorrekturen. Jedes zweite Kind wird eine kieferorthopädische Behandlung über sich ergehen lassen. Diese kann bis zu 10 000 Franken kosten. Achtung: Zur Deckung dieses Risikos müssen Sie bei Wincare oder Concordia nicht die Zahnversicherung abschliessen, wie man das meinen könnte, sondern die ganz gewöhnliche Krankenpflege- Zusatzversicherung.


Bei Wincare heisst sie «Diversa Komfort». Sie zahlt 75 Prozent an die Kosten - und das für eine Monatsprämie von 11 Franken. Die Wincare-Zahnversicherung hingegen zahlt die Zahnarztkosten. Diese Versicherung kann man sich sparen. Besser ist, schon die Milchzähne konsequent zu putzen und im Zuckerkonsum Zurückhaltung zu üben.


Erschienen im BLICK am 19. November 2003

Claude Chatelain